Schachportal Newsletter

Geben Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein, um unsere Newsletter zu abonnieren.
Kärntner Schachverband News News - Details

Das ewige St. Veit Open strahlt über 161 Spieler Veröffentlicht am: 08.07.2013   Autor: von Alfred Eichhorn

Viel hat sich verändert in der österreichischen Schachszene. Das St. Veiter Open ist mit 32 Dienstjahren eines der ältesten und erfolgreichsten.

Der Schachverein SV St. Veit und sein Langzeitobmann Friedrich Knapp haben allen Grund zu strahlen: 160 Schachspielerinnen und Schachspieler aus sieben Nationen stellen sich acht Tage lang in der komfortablen St. Veiter Blumenhalle in drei Bewerben dieser internationalen St. Veiter Schachwoche. Mit der Sonnenstadt als Partner werden noch viele weitere folgen – das ist nach Zusage der Stadtpolitik gewiss.

Zwei Spieltage und drei Runden sind geschlagen. Der deutsche Star und Teameuropameister GM Rainer Buhmann hält im 43-köpfigen A-Feld – etwas überraschend – als Einziger das Punktemaximum mit drei Zählern. Als Tageshit und wohl schon kleine Vorentscheidung im Hinblick auf den Gesamtsieg prallt heute ab 19 Uhr der in Graz lebende Maria Saaler Bundesligist und Topfavorit auf den italienischen Ex-Sieger IM Flavio Guido. 

Noch nicht richtig in Gänge gekommen ist der slowenische Rekordsieger IM Leon Mazi. Der Dauerbrenner in St. Veits Bundesligakadern musste sich mit zwei Remis gegen Landsmann Ales Drinovec und überraschend auch gegen Marco Stagl von Schachmaty Ruden zufrieden geben. Leon trifft heute auf MK Sucher, der Spieler aus dem Ländle ist seit etlichen Jahren elitäres Mitglied im hiesigen Top-10-Feld und stellte schon so manchen Favoriten vor vollendete Tatsachen. 

Aus Kärntner Sicht erfreulich ist das Mitwirken von „Superoldie“ Heimo Titz. Die SC Klagenfurter-Institution ist mit zwei Zählern gut aus den Startlöchern gekommen und hat nun Anzugsvorteil im Generationenduell mit Herausforderer Stagl. Dasselbe Score hat auch das schlagkräftige Wolfsbergerduo Gerald Waldmann & MK Heimo Töfferl. Mit im 2,5-Punktesextett der Verfolger von Buhmann sind freilich der Wiener Podestkandidat IM Helmut Kummer (Thorben Koop, D) und der gefährliche „Außenseiter“ FM Florian Sandhöfner, der mit Weiß auf den Deutschen Kevin Felczer trifft. Interessant wird auch der Schlagabtausch der Meisterkandidaten Thomas Manhardt und Albert Smole und das weitere Abschneiden von FM Harald Genser, dem künftigen St. Veiter Bundesligisten. Freilich hat Harald mit Drinovec keine leichte Aufgabe vor sich. 

Sensation im B: Bloß drei mit Maximum

Der Zuspruch im B-Feld mit 111 Teilnehmern hat die Erwartungen der St. Veiter Funktionäre bei Weitem übertroffen. Nicht minder überraschend halten nur mehr drei Spieler im ungemein ausgeglichenen Feld das Punktemaximum. Auf Podestkurs ist Feldkirchens heißeste „Teamaktie“ Dietmar Gruber. Der Tiebelstädter gestaltet den Tageshit mit dem St. Veiter Turnierfavoriten Philipp Egger, der allerdings Anzugsvorteil genießt. Nicht minder spannend wird das Duell dahinter mit „Dreier“ Lukas Schwab (Donaustadt Wien) gegen den einzigen Meisterspieler im Feld mit Boban Bozinovic aus Burgenland. Letzterer schickt Schwarz ins Rennen. 

Im Kreis der 13 Spieler mit 2,5 Zählern findet sich auch Gorazd Zivkovits, dem mit null Elopunkten ein grandioser Auftakt gelungen ist. Der sympathische Spieler ist vorläufig die heißeste Aktie des „Akademikervereins“ Zugzwang Klagenfurt im Hinblick auf die Teamwertung. Gut auf Kurs ist auch Titelverteidiger und „Stocklauser“ Josef Widowitz, der mit Feldkirchens Harald Truppe einen „hungrigen“ Gegner auf Augenhöhe bekommt. 

Richtig gut gestartet sind Kärntens Jugendliche mit dem Maria Saaler Neuzugang Florian Hribernig (Zivkovic) und gestern auch Paul Kogler, der überraschend Mitfavorit Gerhard Raschun sen.  in die Schranken weisen konnte. Von FM Gensers Nachwuchstruppe schlägt sich gut, die Nase vorne mit 2,5 Punkten hat „Talent“ Christoph Opietnik. Sein Gegner: Michael Wais aus Wien. Raschun jun. freilich segelt auf Topkurs wie auch sein oberösterreichischer Gegner Friedl, ein treuer Turniergast hier vor Ort seit etlichen Jahren.  

Die negative Überraschung war bislang Ex-Sieger Alfred Eichhorn, der von Senior Hubert Saringer und auch seinem neuen Vereinskollegen Christoph Primus vor vollendete Tatsachen gestellt worden ist. 

Im Feld sind auch drei schlagkräftige Meisteramazonen. Am besten aus den Startlöchern gekommen ist MK Monika Molnar als vorläufige 26. Auf sie wartet allerdings nun die harte Nuss Karl Lang. Der Tiebelstädter Obmann kämpft mit seinen Jungs auch aussichtsreich um den Sieg in der Teamwertung. Ein kräftiges Zeichen setzt auch die ehemalige Staatsmeisterin ÖM Margit Hennings mit zwei Zählern. Die St. Veiterin testet auch die Qualitäten die „Wieners“ Joachim Salomon. Traditionell etwas gemächlicher angehen lässt’s MK Margit Almert, eine der erfahrensten und meist beschäftigen  internationalen Schiedsrichterin in der österreichischen Turnierszene.

Ein Wertmutstropfen ist das Jugendopen, leider haben nur sieben Kinder den Weg nach St. Veit gefunden. Bedauerlicherweise haben es auch unsere „Jugendhochburgen“ nicht geschafft ihre Kinder zum Start zu motivieren. Aus der Not wurde eine Tugend – mit 14 Partien innerhalb der Woche erwerben die Kids fehlende Spielpraxis. Die Nummer eins ist Florian Isola – wohl auch der Turnierfavorit. Die St. Veiter Farben vertreten Mitfavorit Ivan Kobas, Neueinsteiger Bastian Grafschafter und „Pinklady“ Katarina Fischinger.

Weiterführende Links:

Homepage St. Veit Open
Ergebnisse bei Chess-Results

Zurück

Terminkalender

< Juni 2017 >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30