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Niko Praznik kämpft um zweiten Gesamtsieg Veröffentlicht am: 15.07.2010   Autor: Alfred Eichhorn

Niko Praznik verteidigte gestern mit einem Sieg über Kärntensport-Mann Georg Halvax seine Führung um einen halben Punkt. Allerdings schaffte es der slowenische Champion aus dem Jahre 2005 nicht sein Verfolgertrio mit Mazi, Genser und Schmidlechner, je 4-Zähler, los zu werden. Denn auch dieses Trio wartete mit wichtigen Siegen im Hinblick auf seinen möglichen finalen Triumph bei der 29. St. Veit-Auflage im gut gekühlten Andromedasaal auf. So beendete der fünffache Champion Leon Mazi vorläufig den Höhenflug von David Wertjanz. Aber auch für Harald Genser liegt mit seinem „Pflichtsieg“ gegen Martin Meertens sein zweiter Podestplatz in optimistischer Schlagdistanz.

Turniergeschichte vorläufig schreibt jedoch Alexander Schmidlechner, Verein Götzis. Der 35-Jährige stellt sich zum ersten Mal in St. Veit und könnte nach seinem Sieg über Anton Praznik zur Topüberraschung avancieren. Allerdings wird es ihm sein nächster Gegner Genser, der allerdings Schwarz hat, wohl nicht leicht machen. Die Partie von Hartl mit Kiss endete Remis. Johannes Sucher, ein x-facher Teilnehmer auch aus dem Ländle, durfte sich über seinen Sieg gegen Gerald Leitner freuen. Im regionalen Fokus stand der Disput von Peter Valent mit Robert Hafner, der in Remis ein neutrales Ende fand. Die ehemalige Fernschachgröße Valent (Top 40 der Welt) hält damit bereits bei 2,5-Zählern und kommt auf Franz Karsten (Ger). Der Höhepunkt heute in Spielrunde 6 ist jedoch die slowenische Frontpaarung Mazi mit Niko Praznik. Hier kann schon eine Vorentscheidung fallen. Auf Sucher wartet Kiss mit Weiß, zudem prallen Halvax auf Meertens und Wertjanz auf Anton Praznik. Hartl nimmt den erfahrenen Felix Winiwarter ins Visier. Bis auf Sucher (3,5) haben alle diese Spieler drei Punkte am Konto.

Duo Friedl & Schachner bleibt vorne

In der B-Auslage einigte sich das Topduo Gerald Friedl & Franz Schachner im farblosen Hit recht flott auf ein Remis. Sie erhalten sich damit ihre gemeinsame Spitze mit je 4,5-Zählern. Dahinter jedoch wurde auf Biegen und Brechen gemurkst. Sowohl auf Brett zwei und auch drei fanden glatte Gewinnstellungen nicht ihre verdienten Abnehmer. Eichhorn vernachlässigte sträflich seine Entwicklung, hätte eigentlich von Gegner Florian Pracher mit einem effektiven Figurenopfer (zwei Mal) dafür umgehend bestraft werden sollen. Danach mündete die Stellung in ein totes Turmendspiel. Pracher wäre eigentlich schon Leader, denn er ließ auch in der Partie zuvor gegen Imarah eine solche tolle Einschlagsmöglichkeit sausen, wählte die Dauerschachvariante. Steigert der 19-jährige Spieler für Leoben jedoch seine Rechenleistung, dann wäre für ihn noch mehr möglich. Weiter im Rennen um den Sieg bleibt Gerhard Raschun, die Startnummer eins aus Maria Rain und der dritte Akteur mit nun vier Zählern! Allerdings sah sein Gegner Jürgen Holdschik, SK Zwettl, auch schon wie der sichere Sieger aus. Die Nummer sechs im Feld leistete sich jedoch im Finish einen bitteren Fauxpas, der ihn um seinen verdienten Lohn brachte. Das Feld rückt damit weiter zusammen, denn dahinter freuten sich auszugsweise Michael Schweiger (!); Superoldie Josef Gallob (!) und auch Josef Winkler (!) über ihre schönen Siege. Zudem sind auch Josef Widowitz, Herbert Titz und David Hackl in den Top 10 mit mindestens 3,5-Punkten vertreten. Deshalb haben die Paarungen der 6. Runde mit Friedl/Eichhorn; Raschun/Schachner; Widowitz/Pracher; Hackl/Titz; Winkler/Schweiger und Lattacher gegen Gallob einiges zu begleichen im Kampf um die Topränge.

Jugend: Duo mit vier Zählern in Front

Miha Globevnik (U10) jubelte völlig unerwartet über seinen Sieg gegen Landsfräulein Petra Kejzar. Die schaffte es nicht eine glatte Gewinnstellung im Endspiel zu verwalten. Milena Sommer aus Ruden und Bertalan Molnar kämpften sich zum Remis, der Wiener führt damit allerdings nun das Feld an. Felix Fechner kann überraschend Mitfavorit Markus Fasching schlagen. Auf Schlagdistanz zum Podest, nach seinem Sieg über Paul Kogler, ist der „Ossiacher“ Franco Nieddu. Er testet am zweiten Spitzenbrett nun Molnar. Vorne wird’s für Sommer in ihrem Duell mit Miha Globevnik sehr spannend werden.

Weiterführende Informationen:

Ergebnisse Chess-Results
St. Veit Open Homepage

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