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Niko Praznik powert Hartl aus und stürmte damit die Spitze Veröffentlicht am: 14.07.2010   Autor: Alfred Eichhorn

Der bislang führende Slowene IM Leon Mazi trennte sich vom Klagenfurter Harald Genser in Spielrunde 4 zügig mit einem Remis. Und musste nach Stunden miterleben, wie sein „Schützling“ Daniel Hartl von seinem Landsmann IM Niko Praznik mit Schwarz in den Verlust gejagt wurde. Aber auch IM Attila Kiss (Ung) war nicht in der Lage seinen Anzugsvorteil im Duell mit dem bärenstarken Germanen Rüdiger Schmoldt (Hildesheimer Schachverein) zu einem Sieg zu verwerten – remis! Optimistische Brettakzente im Hinblick auf einen möglichen Gesamtsieg gelangen freilich Georg Halvax, der im Kärntenderby seine Favoritenrolle gegenüber Robert Hafner (Admira Villach) mit einem für ihn wichtigen Sieg untermauerte.

Besonders aufzeigen konnte David Wertjanz, der 16-jährige Bundesligafighter für „Die Klagenfurter“ notierte einen motivierenden 1:0-Triumph auf seinem Formular. Karl-Heinz Schein (Leoben) hatte im nationalen Meisterdisput mit Alexander Schmidlechner – etwas überraschend das Nachsehen. Der 35-jährige Schmidlechner stellt sonst seine Figuren für den Ländle-Verein Götzis auf optionale Spielfelder ab. Anton Praznik stürmte die Königsfestung von Attila Molnar geschickt (interessante Mittelspielstellung!), katapultiert sich damit direkt in den Kreis der ersten Verfolger. Mit der Devise Sekt oder Selters fährt Martin Meertens offenbar gut – bereits zum dritten Mal Sekt für ihn nach seinem 1:0-Output gegen Josef Wegerer. Der Deutsche trifft heute mit Weiß auf FM Harald Genser. Gerald Leitner nimmt einen neuen Anlauf, überrannte Olaf Hempel (Ger). Das brisante Nachzüglerduell von Herald Piber mit seinem Mannschaftsführer Dietmar Gruber (Feldkirchen) endete mit einer Punkteteilung. Die Schlagerpaarung lautet  „Nik P.“ gegen Halvax; weitere brisante Verfolgerduelle stehen im Pulk mit drei Punkten mit  Mazi und Wertjanz sowie Anton Praznik versus Schmidlechner auf der Warteschleife. Und Hartl hat Kiss als schwierige Aufgabe mit Schwarz vor sich. Johannes Sucher (Vorarlberg) freut sich auf Leitner.

Duo Schachner & Friedl im Gleichklang zum Maximum

Im B-Hit von David Hackl mit Gerald Friedl ging’s munter zur Sache, Friedl mit einem Bauern weniger konnte letztlich als Sieger das Punktemaximum verteidigen. Zuvor erreichte das schon Franz Schachner, der Magister aus Salzburg profitierte von einem impulsiven Zug seines Gegners Paul Imarah umgehend. Der 69-jährige „Oldie“ und begeisterte Tennisspieler kam zu seiner Verblüffung in ein aufgelegtes Endspiel, nachdem er selbst beim wild entschlossenen Imarah mit seinem Remisangebot auf taube Ohren gestoßen war. Schön für die Verfolger, denn einer von beiden oder  bei Remis auch gemeinsam, wird im Schlager heute Punkte abgeben. Aus diesem Kreis konnte ich selbst einen glücklichen Sieg gegen Slavko Marjanovic feiern. Der 76-jährige Slowene, er feierte seinen Geburtstag im April, hatte mich zuvor mühelos an die Wand gespielt, verließ sich zu sehr auf seinen Mattangriff. Und lief dabei unglücklich in ein verlorenes Endspiel mit einer Qualität weniger, nachdem er meinen Remis-Verzweiflungsakt deutlich vorher offensichtlich nicht hören wollte oder konnte. Turbulent ging’s auch am Schauplatz mir gegenüber zu: Dort lieferten sich der Wiener Alexander Newrkla und sein steirischer Widerpart Florian Pracher (Leoben) einen Endspiel-Epilog mit Dame gegen zwei Türme. Prachers Dame jedoch triumphierte brachial, schnappte sich mühelos einen Bauern nach dem anderen zum finalen Triumph. Pracher hat nun den Anzugsvorteil im Duell mit mir. Im Kärnten-Derby muss sich der mitfavorisierte Walter Lattacher mit einem Remis gegen den „zähen“ Moosburger Josef Winkler bescheiden. Die Nummer eins hingegen, Gerhard Raschun, bleibt nach seinem Sieg über Peter Jirovec weiter im Geschäft um den Platz an der Sonne. Das gilt nicht minder auch für Josef Widowitz, der „Weitensfelder“ kommt zum regionalen 1:0 gegen den „Friesacher“ Günther Szolderits. Amazone Renate Leitner trennte sich mit einem Remis von Othmar Gruber. Das galt auch für Hannah Sommer im Brettkampf mit „Uhrenguru“ und Magister in spe, Gerald Wieser, vom veranstaltenden Verein Sv ASVÖ Raika St. Veit. U14-Staatsmeisterin Alexandra Kogler musste sich Walter Peierl beugen.

Jugendopen: Die Schlagerpaarung endet mit Remis

Spannend bleibt’s weiter bei der Jugend, denn die Spitze mit Petra Kejzar und Bertalan Molnar einigte sich auf ein Remis. Davon profitierte die Verfolgerpaarung Franco Nieddu und Markus Fasching allerdings nicht, denn auch sie verhaftete selbiges Resultat in der vorläufigen Endtabelle. Davon profitiert einer der jüngsten im Feld (von drei U10-Kids gesamt), der Slowene Miha Globevnik, er freute sich über einen Nachzugssieg gegen Georg Staller. Auf ihn wartet nun „Landsfräulein“ Kezjar mit Weiß am Spitzenbrett. Milena Sommer, sie unterliegt Gregor Globevnik, trifft auf Bertalan Molnar. Vanessa Di Vora, vom St. Veiter Verein, die von Heinz Brescak (Turnierleitung) trainiert wird, holte sich ihren zweiten Sieg, diesmal über Leopold Schein. Auf sie kommt Gregor Hohl zu.

Weiterführende Informationen:

Ergebnisse Chess-Results
St. Veit Open Homepage

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