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Kärntner Schachverband News News - Details

Virus legt Kärntens Elite flach – ohne Hartl & Halvax Veröffentlicht am: 31.03.2010   Autor: Alfred Eichhorn

Begonnen hat alles nach der dritten Runde! Daniel Hartl (K) war speiübel, ihn erwischte eine freche Darmgrippe. Damit war an eine Fortsetzung bei der Jugend-ÖS in Cap Wörth nicht mehr zu denken. Georg Halvax (K) sah auch nicht viel besser aus, schlug sich noch mit dem Überraschungsmann Stefan Riemelmoser (S) zum Remis durch und legte sich danach abends ins Bett. Nicht ohne vorher aus dem Turnier auszusteigen! Denn sonst hätte Daniel Schnegg (T), der sich quasi ohne nennenswerte Anstrengung (Hartl w.o.) zur „arbeitendenden“ Spitze Peter Schreiner (ST) gerangelt hatte, sein nächstes Freispiel mit dem kranken Halvax gehabt.

GM Raggers Training bringt viel für Guetz, Schellmann und Sauper
GM Raggers Training bringt viel für Guetz, Schellmann und Sauper

Nummer 1,2 und 4 sind out

Nach der Nummer 1 und 4 verabschiedete sich mit Michael Binder (W) auch die Nummer 2 vorzeitig (krank) aus dem U18-Fluch! Vorne wird’s dennoch aufregend, da Riemelmoser (3,5) auf Schnegg (4) trifft. Der bislang diktierende Schreiner muss sich eines erstarkten Azid Razak (S) erwehren. Kärntens bester im Turnier verweilender Spieler Mario Feinig (2,5) muss sich mit Schwarz gegen Gerald Singer (OÖ) behaupten. Dorian Sauper plant zwei Finishsiege, erste Hürde für ihn ist Sebastian Allram (NÖ). Andreas Guetz ist spielfrei, eine der fatalen Auswirkungen des Virus!

Kessler treibt U16-Burschen vor sich her

Der 13-jährige junge Voralberger Luca Kessler (4,5) hat mächtig Spaß mit der munteren Konkurrenz, trifft als sensationeller Leader auf unseren starken David Wertjanz (3,5). Wertjanz musste sich vorher dem steirischen Topfavoriten Lukas Handler (S) nach riesigem Kampf geschlagen geben. Mit einem Zwischenspurt wird Robert Rieger (K), der das interne Duell mit Florian Hribernig gewinnt, nach vorne in den Ring mit Handler geworfen – mit Topvorbereitung versteht sich, dazu aber später! Alexander Halvax (3), der gesund ist (!), hat es mit Jakob Gstach (W) dem Ranking nach wohl leichter. Nicht mehr viel gelingt Gernot Kammerer (N), er bleibt auf seinen 3 Zählern hocken! Sensation Martin Huber (ST, 3), der erst 11 Jahre ist, wird Fabian Matt (Sieg über Alexander Halvax) vor eine Aufgabe stellen.

Fröwis geht der U18-Atem aus – Bauer ist back

Die Leaderin Annika Fröwis (V,4) erlaubte sich zwei Punkteteilungen mit Magdalena Steiner und Margot Landl, beide aus der Steiermark. Davon profitiert die zuvor von ihr geschlagene Marie-Christine Bauer (B,4), jetzt mit Landl spielt, die sich zu ihr heranarbeitet. Fröwis benötigt einen Sieg gegen die unberechenbare Eva Wunderl (S). Viel Freude macht Hannah Sommer, obwohl sie von Wunderl geschlagen wird und mit De Leon ein Remis macht, mit ihren 2,5-Zählern. Den günstigen Moment mit „machbaren“ Gegnerinnen genützt hatte Sarah Zöhrer, die sich auf 3 starke Punkte zum Duell mit Angelica De Leon (W) hantelt, und mit Zwischenrang 5 vorläufig belohnt wird. Nicht zu vergessen, es ist ein Probegalopp für ihren anstehenden U14-Auftrag.

Eine Klasse für sich: Michaela Kessler U16-Dirigentin

Fünf Spielen stehen fünf Siege gegenüber, diese Bilanz hat niemand sonst in Velden als Kessler. Ihre Performance:2.488!
Nicht deprimierend, denn auch Lisa Hapala (N) und unsere Laura Tarmastin hatten so ihre kleinen Möglichkeiten, aber hielten der routinierten Kessler eben nicht stand. Apropos Tarmastin: Sie gewann das interne Kränzchen mit Lucia Steiner und muss jetzt Jaqueline Löw (S) niederringen, um ihre Nummer-2-Status annähernd zu rechtfertigen. Kessler (5) nimmt sich Elke Huber (3,5, ST) vor; Denise Trippold (3,5,N) hat das Derby mit Hapala vor Augen. Pikant ist auch Valentina Bauer (3,B) mit der starken Doris Gerhold (3) aus Tirol.

Markus Ragger eilte nach Velden

Großmeister Markus Ragger ließ sich das Finish in Cap Wörth übrigens nicht entgehen, wurde begeistert auf seine jüngsten Supererfolge (4 Remis auch im Finish der 1 Bundesliga) von allen empfangen. Und warf sich dankenswerterweise sofort ins Training mit dem reduzierten Kärntner Häuflein. Allemal ein Genuss, wie ich begeistert feststellen durfte. Man versteht plötzlich Schachzüge…

In seinem Schlepptau war übrigens auch Jugendtrainer Siegfried Baumegger, der im Rahmen seiner Jugendkompetenz sich sicherlich von Kesslers & Co. ein genaues Bild – im Hinblick auf belohende WM- und EM-Einsätze – machen will.

Weiterführende Informationen:

Ergebnisse bei Chess-Results

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