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Kärntner Schachverband News News - Details

Wickel im Musketierlager – direkte Duelle sind die Folge Veröffentlicht am: 16.07.2010   Autor: Alfred Eichhorn

Das gab’s in St. Veit in der Ära der Kärntner Brettmusketiere noch nie! FM Genser holte sich gestern scheinbar mühelos sein Schwarz-Remis in der Wiener Variante im Damengambit im Duell mit dem bärenstarken „Ländle-Export“ NM Schmidlechner. Damit erhalten sich beide ihren Status der Unantastbarkeit. Schmidlechner hat sogar den Anzugsvorteil am Spitzenbrett heute gegen Leader IM Niko Praznik, der einzige Spieler mit 5-Punkten bislang! Dahinter gab’s eine feine Kärntensportgala von Halvax & Hartl, die beide ihre Gegner Meertens (Ger) und NM Felix Winiwarter schlagen konnten. Halvax verwertete seinen Mehrbauern im Damen-Turmendspiel. Hartl entwickelte seine schwarzen Figuren harmonisch und erntete als Konsequenz den ganzen Punkt.

Noch dabei - Georg Halvax

Einen Extraapplaus gibt’s für Wertjanz, er eroberte sich im prognostizierten Duell auf Augenhöhe mit FM Anton Praznik eine Figur für zwei Bauern, die als feine Konsequenz mit dem ganzen Punkt belohnt wurde. Nun wartet Hartl auf ihn. Wer sich auf ein spannendes Duell der Spitze N. Praznik mit Mazi gefreut hatte, wurde arg enttäuscht.
Das forcierte Remis nach bloß vier Zügen im Spitzenspiel war taktischer Natur. Aber vielleicht sprengen Schmidlechner & Genser in den restlichen 3 Runden diesen Slowenischen Pakt noch? Erfreulich verläuft das Turniersaal-Comeback von Herald Piber, er besiegte Robert Rauchlahner, den Vorjahreszweiten im B. Piber, der den Kampf mit Nr. 38 aufgenommen hat, ist vorläufig starker 22. Nun wartet auf den  KSV-Ehrenpräsidenten allerdings Winiwarter. Auch das 3. Spitzenduell im Saal von IM Kiss mit MK Sucher fand in Remis seine halbe Konsequenz. Leitner, NM Schein, Praxmarer (!) und Hafner verbessern ihre Situation mit Gewinnen auf je 3,5-Zähler. MK Suchers Gala scheint kein Ende zu nehmen, er hat als persönliches Highlight Mazi vor sich. Beide sind auch noch ungeschlagen! Hafner tastet die Brettstellung von Kiss ab; Leitner erklärt wohl Molnar den Krieg. Höhepunkt: Genser (4,5)/Halvax (4) und Hartl (4) mit Wertjanz (4)!

Leader Friedl riskierte alles und ging unter

Der Mattighofener Friedl pokerte hoch im Duell mit Eichhorn. Er steckte in einer scheinbar explosiven Morravariante (Eigenbau?) zwei Figuren ins Geschäft, um den König vorzeitig den Garaus zu machen. Der luftige Monarch fand jedoch die richtigen Felder, um letztlich als neuer Zwischenleader im B-Turnier zu hofieren. Im zweiten Spitzenspiel von Raschun mit Schachner nützte die Startnummer eins den Anzugsvorteil zum sicheren Sieg für ihn. Damit waren die ersten Verluste von Friedl & Schachner besiegelt. Trotzdem ist für beide noch alles möglich. Aber auch Pracher, der dritte Spieler nun mit fünf Punkten, bleibt voll im Rennen um Endrang eins nach seinem klaren (?) Sieg über Josef Widowitz. David Hackl setzt weiter Akzente im Hinblick auf die Spitze, besiegte den Benkö/Wolgakomplex von Titz. Walter Lattacher setzt zum Finish an, verwerte ein Turmendspiel (je 5 Bauern) zu seinen Gunsten gegen „Brettveteran“ Gallob. Neu in den Top 10 gestoßen ist der Wolfsberger Jakup Mulaj.
Spitzenduelle, 7. Runde:  Pracher (5)/Raschun (5); Eichhorn (5)/Schachner(4,5); Titz (4)/Friedl (4,5); Schweiger/Lattacher; Marjanovic/Winkler; Peierl/Mulaj; Sommer/Hackl, je vier Punkte.

U10-Knabe demütigt weiter Konkurrenz

Miha Globevnik gibt nun den Ton an im Jugendopen. Der U10-Knabe gewinnt auch das Spitzenduell mit Milena Sommer (3,5), geht damit erstmals um einen halben Punkt mehr als die übrigen Kids im Feld an die Spitze. Neuer Verfolger für ihn ist Feldkirchens Franco Nieddu (4,5), der Molnar (4) aus Wien schlagen kann. Kejzar (4,5) meldet sich mit einem Sieg über Staller (3) im Kampf um das Podium zurück. Fechner (4) kontert Hohl (3) aus, zudem finden die sporadischen Einsätze von Maria Krassnitzer (3) mit ihrem Sieg über Opietnik im dritten Streich einen positiven Niederschlag. Heute könnte in Globevnik gegen Nieddu eine Vorentscheidung um den Sieg fallen. Auf Brett 2 hat Fechner die weißen Figuren gegen Kejzar.

Weiterführende Informationen:

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