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Kärntner Schachverband News News - Details

Wolfsberg, Feffernitz & Klagenfurter im Bundesliga-Wahn Veröffentlicht am: 03.03.2010   Autor: Alfred Eichhorn

Diese drei Kärntner Vereine waren mit ihren Bretttaten maximal effizient an diesem Wochenende in der 2. Bundesliga-Mitte-Doppelrunde im steirischen Frauental. Ferner gab’s den ersten Coup von Schlusslicht Admira Villach. Im Derbyhit mit St. Veit hatte der bis dahin enttäuschende Topfavorit ZH-Technologies Wolfsberg sein Frustventil weit geöffnet, siegte sicher und souverän mit 4:2 durch ganze Punkte des Trios Erich Steflitsch, Franz Hölzl und Teamkapitän Gerald Waldmann.

Waldmann Gerald
Waldmann Gerald

Veranstalter Frauental hat paradoxerweise auch am weiteren Husarenstreich der Lavantaler eine gute Portion Anteil. Wolfsberg zog nämlich auch Straßenbahn Graz mit 4:2 ab. Wegerer und Co. zeigten was sie eigentlich zu bieten haben. Das infrastrukturell benachteiligte Frauental (O-Ton Waldi) hatte Schuld daran, dass das Wolfsberg-Sextett teilweise eine beschwerliche Doppelanreise und auch –Abreise zu bewältigen hatte. Waldmann fand im Umkreis von Kilometern keine Zimmer mehr. Klar, dass er das „salbungsvoll“ beim erstaunten Veranstalterverein und auch Klassenboss Manfred Mussnig deponieren musste. Er legt Wert auf die Feststellung, dass er nichts gegen Frauental hat, aber als Veranstalter einer Bundesligarunde sind sie eben nicht seine Wahl.

Leader St. Veit wird gedemütigt

Oje, oje! Nichts wurde es mit einer vorverlegten Meisterfeier für Signum/Siebdruck St. Veit. Nach der Klatsche gegen Wolfsberg setzte es auch noch 4:2-Hiebe vom ersten Verfolger Straßenbahn Graz.
In einer Enttäuschungsskala oben auf standen Hrvoje Jurkovic und Guido Kaspret mit ihren Doppelnullen. Aber auch Thomas Hebesberger (Sieg, Verlust) und vor allem Marco Dietmayer-Kräutler (Remis) kamen nur dezent in die Gänge. Jetzt muss es das Team eben vor eigener Kulisse im Stift St. Georgen ab dem 16. April für Obmann Friedrich Knapp richten. Nur alleine geht’s nicht mehr, man ist von Ergebnissen der anderen abhängig. Quo vadis, Ansfelden? Hoffentlich bringt der diesmal abwesende Harald Casagrande etwas (Un)ruhe in der finalen Dreierrunde in sein Team, falls er sich entscheidet mitzumachen. Dann wäre eine St. Veit Rückkehr in die Primeetage wohl leichter! Spaß beiseite, aber dies ist schon als formelle Einladung an unseren geschätzten Tausendsassa „Casi“ zu verstehen. Freie Interpretation nach F. Knapp. Hoffentlich folgt keine Klage. Als Erinnerung: 16.April, Zimmerreservierung im Stift St. Georgen.

Klagenfurter waren super, Feffernitz genial

Klubfrau Helga Stangl darf stolz auf ihr Team sein.
Das Lindwurm-Sextett hat sich wohl vorzeitig aller Abstiegsszenarien entledigt. Mit dem 4:2-Streich über den zweiten hohen Abstiegskandidaten Frauental. Und mit einem passablen – ohne Legionär Joszef Horvath – erreichten 3,5:2,5-Sieg gegen St. Valentin. Obendrein war das saisonale Spitzenbrett-Debüt von Herwig Pilaj mit einem Remis erfolgreich. Überraschenderweise durfte zudem Leopold Jakits brillieren.

Steigen nur zwei Teams ab?

Der Löscher-Klub schaffte einen immens wichtigen Doppelschlag, entfernte sich damit vom Abstiegsplatz, falls nicht doch noch Styria Graz aus der 1. Bundesliga kommt. Die Superburschen Wolfi Arztmann (1,5), Georg Reiss und Christof Tschohl hatten jede Menge Punkte sammeln können. Aber auch das slowenische Terzett Lenic, Sebenik und Gostisa kämpfte mit Elan und Erfolg um eine Vertragsverlängerung. Toll wie sich die Admira schlägt. Die Frank-Truppe, diesmal war zwar keiner von ihnen dabei, zeigte ihre Krallen im Fight mit Gleisdorf. Sie holten in überlegener Manier einen 4,5:1,5-Erfolg. Der erste in dieser Saison, der auch mit stolzen 2-Punkten in der Tabelle veranschlagt wurde. Der für mich neu dekorierte Fidemeister Robert Perhinig freute sich sicherlich auch über das sensationelle Saisondebüt von Stefan Revelant. Das 22-jährige Talent schaffte es doch tatsächlich zu 1,5-Punkten. Dafür schon mal Respekt!

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